Futtermittel-Allergien

Allergien sind in der Tierarztpraxis ein häufiger Vorstellungsgrund bei Hunden wie auch Katzen. Grundsätzlich gibt es zwei Kategorien von Allergien. Zum einen die Futtermittelallergie und zum andern die sogenannte Atopie, die Allergie auf diverse Stoffe (Allergene) aus der Umwelt wie Pollen, Staubmilben, etc.

Wie auch beim Menschen reagieren viele unserer Vierbeiner allergisch auf diverse Proteine (Eiweisse) in der Nahrung. Grundsätzlich besteht ein Alleinfutter (vollwertiges Futter, trocken oder feucht) für Hunde und Katzen aus einer oder mehreren Fleischsorten und Pflanzenquellen wie Weizen, Reis, etc. Eine Futtermittelallergie äussert sich zumeist in Problemen mit der Verdauung (Durchfall, Erbrechen) und/ oder Hautproblemen (Juckreiz, Ekzeme, etc.). Insbesondere Huhn- und Rindfleisch sowie Weizenprotein stehen ganz oben auf der Liste der Allergene.

Besteht der Verdacht einer Futtermittelallergie wird eine sogenannte Ausschluss- oder Eliminationsdiät über 2 bis 3 Monate durchgeführt. Dazu werden entweder spezielle Tierfutter verwendet mit jeweils einer einzigen Fleischquelle (z.B. Ente, Hirsch, Pferd, etc.) und einer pflanzlichen Komponente (z.B. Süsskartoffeln, Dinkel, Kartoffeln, etc.) oder sogenannte Hypoallergendiäten mit speziell „hydrolysierten Proteinen“, welche der Körper nicht als allergen erkennen kann.

Der Vierbeiner sollte diese Futterquellen bis dahin noch bekommen haben. Äusserst wichtig für eine erfolgreiche Ausschlussdiät ist aber insbesondere, dass ausser diesem Futter gar nichts nebenher angeboten wird. Dies sollte sämtlichen Familienmitgliedern und Personen, die sich um das Tier kümmern mit Nachdruck erklärt werden. Belohnungen müssen aus diesem Grundfutter angeboten werden oder aus reinem getrocknetem Fleisch, welches in der Ausschlussdiät als Proteinquelle dient.

Idealerweise sollte man nach Beendigung der Diät eine sogenannte Provokation durchführen. Dazu wird das bisherige Futter wieder angeboten, um zu prüfen, ob die früheren Symptome wieder auftreten. Dies wird von den Besitzern allerdings selten durchgeführt, da man seinem Liebling die zu erwarteten Symptome nicht mehr zumuten möchte.

Sofern die Ausschlussdiät ein Alleinfutter ist, kann dieses gut künftig dauerhaft angeboten werden. Als Leckerlis werden idealerweise getrocknete Fleischhäppchen mit derselben Eiweissquelle angeboten. In einigen Fällen kann es sein, dass mit der Zeit das bis anhin verträgliche Allergiker-Futter erneut Probleme verursacht. Dann muss ein neues Futter mit anderen für den Vierbeiner noch unbekannten Eiweissquellen gesucht werden. Deshalb ist es wichtig, dass gerade bei Futterallergikern möglichst wenig abgewechselt wird in der Nahrungsquelle.

Haben Sie noch Fragen? Gerne beraten wir Sie ausführlich in einer Allergie-Sprechstunde!

Ihre AniSano-Team

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